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Energienetze und -speicher

Die Region Berlin-Brandenburg leistet einen wertvollen Beitrag bei der Entwicklung von Smart Grids, Speicherkonzepten und innovativen Lösungen zur Synchronisierung von Energiebedarf und Energieangebot.

Zahlreiche Innovationen kommen aus der Region: Hier ging Europas erstes kommerzielles Batteriekraftwerk ans Netz und hier wird neben dem weltweit ersten Hybridkraftwerk, das neben Strom und Wärme auch Windgas erzeugt, ein Power-to-Gas-Pilotanlage betrieben.

Auf dem EUREF-Campus in Berlin wird mit Hilfe eines lokalen „Micro Smart Grids“ mit einem zentralen Lastmanagement durch die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg eine nahezu CO2-neutrale Energieversorgung realisiert. Darüber hinaus wurde durch die GASAG Solution Plus eine 500 kWel P2H-Anlage in Kombination mit einer P2C-Anlage errichtet und in die bestehende Wärme- und Kälteversorgung eingebunden. Somit können flexibel Überschussenergien bei starken Netzbelastungen in Form von Wärme und Kälte gespeichert werden.

In Berlin entsteht durch die Firma Vattenfall Wärme seit November 2017 Europas größte Power-to-Heat-Anlage. Ihre Gesamtleistung von 120 Megawatt thermisch entspricht einer Leistung von rund 60.000 handelsüblichen Wasserkochern. Sie soll nach der Heizperiode 2019/2020 den Steinkohleblock „C“ des Heizkraftwerks Reuter ablösen und bis zu 30.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen. Bevorzugt soll die Anlage mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. 

Über die Hauptstadtregion

„Die spezifische Kombination von Brandenburg als Region mit hoher Windenergiewandlung und der Metropolregion Berlin bietet hervorragendes Potenzial für die Integration Erneuerbarer Energie mittels Smart-Grid-Technologie zur Ansteuerung von Speichern, flexiblen Lasten und zur Führung medienübergreifender Netze für Elektrizität und Wärme.“

Prof. Dr.-Ing. Kai Strunz
Prof. Dr.-Ing. Kai StrunzHead of Department Sustainable Electric Networks and Sources of Energy, TU Berlin

Berlin-Brandenbung ist idealer Standort für Entwicklung und Erprobung

  • Führend bei der Entwicklung und dem Management von Energienetzen mit hohem Anteil Erneuerbarer Energien
  • Entwicklung und Integration von Energiespeichertechnologien zur Netzstabilisierung
  • Know-how für Systemsicherheit bei komplexen Energienetzen
  • Management von multisektoralen Infrastrukturen (Strom, Wärme, Wasser) und Optimierung in Hinblick auf Effizienz und Sicherheit
  • Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Sektorkopplung in den Bereichen:
    • Wärme (Power-to-Heat) durch Hochtemperatur Stahlspeicher, konventionellen Wasserspeichern (bis 120MWth) und Salzspeichern
    • Wasserstoffeinspeisung (Power-to-Gas)
    • Elektromobilität (Power-to-Mobility) sowie Wasserstoff für die Mobilität (H2-to-Mobility) in den Bereichen ÖPNV (Bahn und Busse) sowie Logistik und PKW

Enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft

  • Mit dem GridLab verfügt die Region über eine einzigartige Forschungs- und Trainingsinfrastruktur zur Netzsimulation unter Betriebsbedingungen.
  • Die BTU Cottbus-Senftenberg testet gemeinsam mit Siemens, Vattenfall und German E-Cars im Projekt „SMART Capital Region“ die Nutzung von Fahrzeugbatterien als Speicher im Stromnetz. 
  • In Kooperation mit den Firmen ENERTRAG und TOTAL Deutschland betreibt die BTU zudem ein Wasserstoff- und Speicherforschungszentrum mit einer Versuchsanlage, bei der Wasserstoff mittels Druckelektrolyse von bis zu 60 bar flexibel (in Abhängigkeit der Windstromerzeugung) erzeugt wird.
  • Das Innovationszentrum Energie der TU Berlin vernetzt das Expertenwissen aller energierelvanten Fakultäten und Institute der TU Berlin und fördert den Austausch zwischen Industrie- und externen Forschungspartnern.
  • Die HTW Berlin hat einen speziellen Fokus auf die intelligente Verknüpfung von Photovoltaiksystemen mit Batterie- und Wärmespeichern.
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Energienetze und -speicher in Berlin-Brandenburg

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