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Kreislaufwirtschaft in Berlin

Effiziente Kreislaufwirtschaft mit nachhaltigem Ressourcenmanagement wird in Berlin großgeschrieben. Zahlreiche kreative Menschen – Forscher, Techniker, Unternehmer – arbeiten an diesem Ziel.

Die Berliner Kreislaufwirtschaft wird gezielt weiterentwickelt, um den Übergang von der linearen zur zirkulären Wirtschaftsweise zu beschleunigen. Ziel ist es, Materialien länger im Umlauf zu halten, Abfälle zu vermeiden und die Stadt gegenüber Ressourcenknappheit, Klimafolgen und Lieferkettenrisiken widerstandsfähiger zu machen.

Berlin erweitert seine Zero-Waste-Strategie durch urbane Reallabore, Reparatur‑ und Wiederverwendungsansätze sowie neue Re‑Use‑Angebote der BSR wie die NochMall. Die Zero Waste Agentur unterstützt seit 2023 Haushalte und Gewerbe bei Abfallvermeidung und Zirkularität. Seit 2025 entwickelt die Senatsverwaltung eine umfassende Kreislaufwirtschaftsstrategie, die besonders ressourcenintensive Bereiche wie den Bausektor adressiert. Neue Dialogformate binden Bevölkerung, Verwaltung und Wirtschaft ein und begleiten die Transformation. Die Koordinierungsstelle für Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb (KEK) unterstützt Berliner Unternehmen dabei, kreislauforientierte Prozesse, Ökodesign und nachhaltige Geschäftsmodelle umzusetzen.

Die Berliner Kreislaufwirtschaft ist ein innovationsstarker, zukunftsorientierter Sektor, der durch strategische Planung, starke Kooperationen und eine klare politische Ausrichtung entscheidend zur klimaneutralen Entwicklung der Hauptstadt beiträgt. 

Zahlen und Fakten

  • Mit über 400 Unternehmen und weit mehr als 8.500 Beschäftigten ist die Kreislaufwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Hauptstadt.
  • Das Spektrum reicht von den klassischen Entsorgern über Technologieentwickler bis zu Startups, die aus Sekundärrohstoffen innovative Produkte für ein umweltbewusstes Publikum machen.
  • Mit Projekten wie ringberlin in Mariendorf, BE-U Behrensufer in Oberschöndeweide, dem CleanTech Marzahn, dem Impact Hub Berlin in Neukölln und mit Berlin TXL - The Urban Tech Republic in Tegel entstehen neue Standorte mit idealen Bedingungen für die Branche.
  • Große Entsorger wie die Berliner Stadtreinigungsbetriebe BSR und ALBA sowie viele spezialisierte Verwerter wie Berlin Recycling sorgen für eine hohe Recyclingquote.
  • Berlin entwickelt neue urbane Reallabore und Innovationsflächen, in denen zirkuläre Geschäftsmodelle und ressourcenschonende Technologien unter Realbedingungen erprobt werden.

Warum Berlin?

„Berlin ist für Concular der ideale Standort, da wir hier im Impact Hub Teil eines starken, zukunftsorientierten Ökosystems sind. Ein entscheidender Vorteil sind die kurzen Wege zur Politik auf Landes- und Bundesebene, die uns helfen, die Kreislaufwirtschaft aktiv mitzugestalten. Zudem profitieren wir enorm von der tatkräftigen Unterstützung durch Berlin Partner und dem exzellenten Zugang zu motivierten Fachkräften. Diese einzigartige Mischung aus politischer Nähe, starkem Netzwerk und erstklassigen Talenten macht Berlin für unsere Mission unverzichtbar.“

Dominik Campanella, Geschäftsführer & Mitgründer von Concular
Dominik Campanella Geschäftsführer & Mitgründer von Concular

Foto: @Dominik_Campanella

Interdisziplinäre Forschung

Die stark vernetzte Berliner Forschungslandschaft treibt die Transformation zur Kreislaufwirtschaft voran und verbindet wissenschaftliche Expertise mit praxisnahen Lösungen. Hochschulen, Forschungsinstitute und spezialisierte Zentren arbeiten gemeinsam an effizienteren Stoffkreisläufen und neuen Konzepten für eine zirkuläre Stadtentwicklung. Damit positionieren sie Berlin als führenden Standort in der Circular Economy.

Circular Economy in Berlin

Über die letzten Jahre hat sich Berlin zu einem Experimentierfeld für die Kreislaufwirtschaft/ Circular Economy entwickelt. Die Stadt hat sich dazu verpflichtet den Pfad hin zu einer Zero Waste City Berlin zu beschreiten. Unterstützt wird sie dabei von vielfältigen Initiativen und Angeboten, die sowohl Unternehmen, als auch der Zivilgesellschaft Möglichkeiten und Lösungsansätze aufzeigen, um Abfälle zu vermeiden oder sie zumindest sinnvoll in neue Kreisläufe einzubinden:

Diese Initiativen stärken Berlins Position als Innovationszentrum für Kreislaufwirtschaft und tragen zur Transformation städtischer Wertschöpfungsketten bei – von der Produktentwicklung über Materialnutzung bis zur Wiederverwendung und Reparatur.