Exportfinanzierung und Finanzierungshilfen

Für die Finanzierung von Exportgeschäften gibt es viele und sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Diese richten sich in erster Linie nach den äußeren Rahmenbedingungen. Von zentraler Bedeutung ist der Zeitraum, den die Finanzierung abdecken soll. Man unterscheidet grob man zwischen kurzfristigen, mittel- und n Finanzierungsmodellen. Bei der kurzfristigen Exportfinanzierung sind die Zahlungsziele in der Regel kleiner als ein Jahr. Von mittel- und langfristiger Finanzierung spricht man bei Zahlungszielen ab einem Jahr.

Welches Finanzierungsmodell letztlich am besten zu dem jeweiligen Geschäft passt, kann aber nicht nur auf der Grundlage des Finanzierungszeitraumes entschieden werden – auch der Wert und die Art der Ware (Anlage- oder Konsumgüter), die Situation im Abnahmeland und die finanzielle Lage des Abnehmers sind wichtige Faktoren, die die optimale Auswahl der Finanzierung beeinflussen.

Wichtige Finanzierungsformen im Auslandsgeschäft sind Besteller- und Lieferantenkredite sowie der verkauf der Forderung (Forfaitierung oder Factoring). Hinzu kommen der Ankauf von Exportdokumenten, also die Kreditgewährung auf Inkasso- oder Akkreditivdokumente und verschiedene Formen von Exportkrediten.

Insbesondere mittel- und langfristige Exportgeschäfte werden häufig auch über Rahmen- und Avalkrediten (Garantien), Mezzaninfinanzierungen (Mischform von Eigen- und Fremdkapital, ohne dass der Geber die Rechte und Ansprüche eines Gesellschafters erhält) oder Beteiligungen finanziert.

Ausführliche Informationen und Beratung zu allen Finanzierungsformen erteilen die Hausbanken sowie die Exportfinanzierungsinstitute AKA und KfW.