Die Bahnindustrie hat in Berlin eine lange Tradition, die sich vornehmlich aus der zentralen Lage innerhalb des alten Königreichs Preußen und der günstigen Verkehrsanbindung heraus entwickelte. Die große Bedeutung des Bahnverkehrs sorgte schon bald für die Ansiedlung zahlreicher Zulieferer und „Maschinenbauanstalten“. Die große Anzahl an unterschiedlichen Kompetenzen erzeugte Synergieeffekte, durch die innovative Erfindungen entstehen konnten wie z.B.

  • 1881 
    Erste elektrische Straßenbahn der Welt in Berlin-Lichterfelde mit 180V Gleichstrom (S&H)
  • 1887
    Erste elektrische Grubenlok für Oberleitungsbetrieb (AEG)
  • 1903
    Geschwindigkeitsrekord der Militärbahn Berlin-Jüterbog mit 210,2 km/h, der bis 1954 nicht überboten wurde
Mit den Veränderungen, die das Jahr 1989 mit sich brachte, konnte Berlin erneut zu einem Mittelpunkt des europäischen und deutschen Eisenbahnnetzes werden. Die nach der EU-Osterweiterung zentrale Lage im Herzen Europas trägt ebenfalls dazu bei, dass sich Berlin-Brandenburg noch mehr zu einem Drehkreuz des europäischen Eisenbahnverkehrs entwickeln wird.


Standort für Bahntechnik

Die Hauptstadtregion ist ein einzigartiger Standort für Bahntechnik. Die Ansiedlung der Zentrale der Deutschen Bahn, sowie der Bombardier Transportation GmbH und der Siemens AG Transportation Systems zieht viele Zulieferer, aber auch Unternehmen aus verwandten Branchen an. Durch das industrielle Umfeld werden auch viele Forschungsprojekte im Bereich Bahntechnik an den Universitäten, insbesondere an der TU Berlin und vielen außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchgeführt.

Neueste Entwicklungen

Hybrid AGC: Der weltweit erste Hybridzug

Der Bombardier Hybrid AGC verfügt über bahnbrechende Technologie, die ihn für alle französischen Bahnstrecken einsetzbar macht. Die Betreiber können mit diesem Zug, der zu der vollständig modularen AGC Produktplattform gehört, ihre Flotten optimieren und neue Non-Stop-Verbindungen einführen.
Im Oktober 2007 wurde der erste Bombardier Hybrid AGC aus einer Reihe von über 140 Zügen in Betrieb genommen. Dieses Ereignis war eine Weltpremiere, da bei dem Hybrid AGC bestimmte Betriebsfunktionen erstmalig in einem Zug miteinander kombiniert werden.
(Quelle: www.bombardier.com, Oktober 2007)


Größter Straßenbahn-Auftrag für Stadler Pankow

Die Grazer Stadtwerke AG bestellen bei der Stadler Pankow GmbH 45 niederflurige Straßenbahnen vom Typ Variobahn. Das Auftragsvolumen umfasst 97 Mio. Euro.
"Als Kompetenzzentrum für Straßenbahnen innerhalb der Stadler-Gruppe ist Stadler Pankow auch für das Exportgeschäft in diesem Segment verantwortlich. Mit Graz sind wir hierbei - nach dem Auftrag "Flughafenanbindung Lyon" - auf gutem Wachstumskurs", so Michael Daum, CEO Deutschland und Geschäftsführer Stadler Pankow GmbH.
"Wir sind stolz auf diese Entwicklung und bedanken uns für das uns entgegengebrachte Vertrauen."
(Quelle:www.Stadtlerrail.com; 31.05.2007)