"Geoinformationswirtschaft" ist ein Wirtschaftszweig, der sich mit automatisierten Methoden zur Gewinnung, Digitalisierung, Verarbeitung und Vermittlung von Geoinformationen beschäftigt.
- Junge und querschnittsorientierte Branche
- Basis für neue informationstechnologische Produkte, Dienste und Anwendungen, wie Planungssysteme für die Innere Sicherheit, Katastrophenmanagement, Standortmarketing oder Stadtinformationssysteme.
- Hoch begehrtes Wirtschaftsgut in der modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft
- Enormes Wachstumspotenzial - auch für angrenzende Branchen
- Steigender Bedarf an Geoinformationen u. a. durch Spezialisierung und räumliche Trennung von Produktionsprozessen und deren weltweite Verflechtung
Die Wertschöpfungskette beginnt mit der Erfassung von Geobasis- bzw. Geofachdaten. Der wirtschaftliche Nutzen setzt mit Veredlung, Vermittlung und Verwertung der Daten ein.
Geschäfts- und Anwendungsfelder
Geschäfts- und Anwendungsfelder
- Versicherungswirtschaft
- Liegenschaftsverwaltung
- Vermarktung von Flächen und Immobilien
- Land- und Forstwirtschaft
- Verkehrstelematik
- Überwachung und Management von Versorgungsinfrastrukturen
- Fernerkundung
- Raumbezogene mobile Dienste "location based services"
Die Geoinformationswirtschaft
Mit ihrem hohen technologischen Anforderungsprofil und den ausgeprägten Schnittstellen zur IT-Wirtschaft und Geowissenschaft ist die Branche ein wichtiger Innovationsträger in der Hauptstadtregion. Hier sind zahlreiche Organisationen und Unternehmen auf dem Geoinformationsmarkt tätig.
- Ca. 600 überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen
- Etwa 2.200 Mitarbeiter
- Herstellung von Geoinformationsprodukten und -dienstleistungen
- Die Bandbreite der Geschäftsfelder reicht von Vermessungsingenieurbüros bis hin zu internetbasierten Geodaten-Serviceprovidern.
- Jahresumsatz der „Kernunternehmen“ beträgt jährlich fast 120 Mio. Euro
Geodatenbasis in der Hauptstadtregion
- Umfangreiche Geodatenbestände auf hohem technisch-organisatorischen Niveau
- Nutzung und Verwertung in ressort- und institutionsübergreifenden Geschäftsprozessen erzwingen Überwindung von Systembarrieren
- Technologische Basis, Komponenten für eine GeoDaten-Infrastruktur, internationale Standardisierungen (wie OGC, OMG, ISO), Standardprodukte ermöglichen Kopplung unterschiedlicher Systemplattformen
Einzigartiger Standortvorteil - Forschung und Entwicklung im Bereich der Geoinformation
Die Hauptstadtregion, zeichnet sich durch ein besonders leistungsfähiges Forschungsumfeld für die Geoinformationswirtschaft aus.
Nirgends in Deutschland sind so viele Fakultäten, Lehrstühle und Forschungseinrichtungen konzentriert, die sich mit diesem Thema befassen.
Es besteht eine hervorragende Ausbildungssituation und die Verfügbarkeit hoch qualifizierter Fachkräfte für die Geoinformationswirtschaft ist sehr hoch.
- Technische Universität Berlin,Institut für Technische Informatik und Mikroelektronik
, Fakultät für Elektrotechnik und Informatik, Fachgebiet Computer Vision and Remote Sensing - Humboldt-Universität Berlin, Abteilung Geomatik
, Themenfelder Geo-Informationssysteme (GIS), Kartographie und Geofernerkundung
Kompetenznetzwerk Geoinformationswirtschaft
Verband der GeoInformationswirtschaft Berlin/Brandenburg GEOkomm e.V.
Mitglieder sind kleine und mittlere Unternehmen der Geoinformationswirtschaft aus der Hauptstadtregion, international agierende Großunternehmen, Forschungseinrichtungen der Geowissenschaften und Geoinformatik, Vertreter aus Landesbehörden und weitere Akteure, die sich für die Stärkung der regionalen Geoinformationswirtschaft einsetzen.
Gründungspartner des Netzwerkes
- BSF Luftbild GmbH, Diepensee
- DELPHI IMM GmbH
, Potsdam - GeoForschungsZentrum Potsdam
- greenlab geoinformatics GmbH
, Berlin - Hasso-Plattner-Institut GmbH
, Potsdam - id praxis GmbH
, Berlin - Luftbild und Planung GmbH
, Potsdam - on-geo GmbH
, München - PPM-SI GmbH, Berlin
- SRP Stadt- und Regionalplanung
, Berlin - Terradata & Co. GmbH
, Berlin
Ziele des Netzwerks
- Langfristig angelegte Kooperationsbeziehungen der Unternehmen untereinander
- Wissens- und Innovationstransfer von Forschungseinrichtungen zu Unternehmen
- Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft entlang der Wertschöpfungskette
- Ausgründungen aus Universitätsinstituten sowie Transferleistungen innovativer Potenziale von Hochschulen in Wirtschaftsunternehmen
- Gemeinsame Verbundprojekte wissenschaftlicher Einrichtungen mit industriellen Partnern
- Unterstützung der Geschäftsentwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen und bei Entwicklung neuer Geschäftsmodelle auf Basis privater und öffentlicher Geodaten
- Marketingplattform für den Geoinformationsstandort "Hauptstadtregion"








