Die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung sowie Wirtschaft, Technologie und Forschung und die Berlin Partner GmbH begannen 2003 zunächst mit der Zusammenführung der vorhandenen Modelle auf einer amtlichen, datenbankgestützten Grundlage.

Das Vorhaben wurde durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert und in den Jahren 2003-2005 zunächst als Prototyp realisiert, sowie ab 2007 in einer weiteren Ausbaustufe in wesentlichen Punkten weiterentwickelt und vervollständigt. Somit steht demnächst ein flächendeckendes Modell für eine allgemeine und weitreichende Nutzung zur Verfügung.

Ausbaustufe 1 (2003 – 2005)

Im Rahmen des Projekts „Geodatenmanagement in der Berliner Verwaltung - 3D-VR Modell für Investoren und Unternehmer“ konnte für den Bereich der Berliner Innenstadt erfolgreich nachgewiesen werden, dass die entwickelten Konzepte, die eingesetzte Technologie und die verwendeten Daten geeignet waren, ein nachhaltiges 3D Stadtmodell für Berlin aufzubauen und zu nutzen.

Mit dem Projekt war die Zielsetzung verbunden, die bereits im Land Berlin verfügbaren zwei  und dreidimensionalen georeferenzierten Informationen für die Projektnutzer zu erschließen, zu integrieren und zu visualisieren.

Anhand des Projekts konnten im Betrieb prototypisch Erfahrungen mit den realisierten Komponenten gewonnen werden. Aus diesen Erfahrungen heraus definierten sich der Bedarf und die Zielsetzung für eine Fortschreibung und Weiterentwicklung des bestehenden amtlichen Berliner 3D Stadtmodells.

Ausbaustufe 2 (2007)

Das Projekt „Geodatenmanagement in der Berliner Verwaltung - Amtliches 3D Stadtmodell für Berlin“ stellt die konsequente Weiterentwicklung und Fortschreibung des Erstprojekts unter Wahrung der Annahmen und wesentlichen Festlegungen. Mit diesem Projekt wurde das Ziel verfolgt, durch den Aufbau und Betrieb eines vollständigen, nachhaltigen, interoperablen und flexiblen 3D Stadtmodells die Bedürfnisse breiter Zielgruppen und interdisziplinärer Anwendungen zu befriedigen.

Auf der Grundlage eines qualitätsgesicherten, allgemein gültigen, generischen Ansatzes und semantisch umfassenden Modells konnte die Praxistauglichkeit und Akzeptanz des Systems durch eine schnelle, hochwertige Visualisierung und die Bereitstellung und Nutzung des Modells über hochperformante internetbasierte Geodatendienste erreicht werden.

Im Sinne einer langfristigen und nachhaltigen Bewirtschaftung des 3D Stadtmodells wurde darüber hinaus eine Absicherung der Dienste und Informationen gewährleistet und in bestehende Geodateninfrastrukturen integriert.

In den folgenden Jahren (insbesondere 2009 und 2010) wurden diverse neue hochaufgelöste Einzelmodelle hinzugefügt und das Gesamtmodell um stadtbildprägende Objekte wie das Alexa oder die O2-World ergänzt. Der Großteil der Aktualisierungen betrifft jedoch die kontinuierliche Ergänzung um eine Reihe von unterschiedlichsten Sachinformationen.